Kid Kopphausen (Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch) … KONZERT (Support: Tino Hanekamp)

Samstag, 27. Oktober  l  20.00 Uhr  l  Scheune

Kid Kopphausen2_Credit_DennisWilliamson_webGisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch gründen eine Band, die Band heißt Kid Kopphausen und ihr erstes Album „I“. Ansonsten alles rätselhaft, aber danke der Nachfrage.

Das ist nichts Neues, dass sich zwei glorreiche Halunken zusammentun, um gemeinsame Sache zu machen. Man denke an Butch Cassidy & Sundance Kid, Gilbert & George oder Max & Moritz. Aber zwei Sänger und Songwriter gleichen Formats, die sich mittels einer Band verbrüdern – wann gab’s denn das schon mal? Okay, Johnny Cash und Bob Dylan haben 1969 zusammen zwei Dutzend Cash- und Dylan-Songs eingesungen, die aber, bis auf einen, nie offiziell veröffentlicht wurden. Und sonst? Ja, es ist merkwürdig, aber da ist nicht viel. Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch betreten quasi musikhistorisches Neuland, und nicht nur die Konstellation ist erstaunlich, sondern auch die Musik.

KID KOPPHAUSEN
…ist, um das gleich mal klarzustellen, eine Band. Kein Projekt, kein Experiment, sondern ein merkwürdiges Viech, ein rätselhafter Haufen, ein drängender Organismus, eine Gang aus Outlaws, die überall das Weiter suchen und ständig falsche Fährten legen. Koppruch und Knyphausen singen und spielen flankiert von Alexander Jezdinsky (Schlagzeug), Felix Weigt (Bass, Klavier) und Marcus Schneider (Gitarren) dreizehn Songs, die sie gemeinsam geschrieben und aufgenommen haben. Wer was singt wurde quasi ausgelost, und manchmal singen sie auch zusammen. Das von Swen Meyer produzierte Album beginnt laut, rockt, wird leiser, fast getragen, bäumt sich wieder auf, zuckt und bebt, hat Hits und Haken und dürfte Koppruch- und Knyphausen-Anhänger gleichermaßen begeistern und verwirren, weil nie so richtig klar wird, was jetzt von wem ist, dann aber wieder doch, oder wie? – als hätten sich die beiden hochgehoben, angestoßen und ineinander verschränkt. Da ist etwas entstanden aus den Wurzeln der Werke zweier Originale, und das ist natürlich ein Glücksfall, denn jetzt kriegt man den Koppruch und den Knyphausen und noch was ganz Neues. Die Palette der Klangfarben ist entsprechend groß, Kategorisierung schwierig, nennen wir’s organische Musik, die weiter will und den Bogen schlägt vom Amerika der Storyteller ins Jetzt. Ja und nun noch die Texte – Geschichten, Bilder, Innen und Außen. Moses zieht sein Hemd aus, knietief im Dreck, die Taschen voller Gold, in einem Feld aus Steinen, Wörter wie schwarzes Konfetti. Alle Mann an die Ruder, denn das Leben wartet hinter Geschenkpapier, das man erst zerreißen muss. Liebeslieder, Lebenslieder, Lieder wie Abenteuerfilme, die noch niemand gedreht hat, und über allem die Frage: Wer bin ich?

Reinhören: www.kidkopphausen.de

Support: Tino Hanekamp

TinoHanekampTino Hanekamp, geboren 1979 in Wippra/Sachsen-Anhalt, arbeitete jahrelang als Musikjournalist, lebte mal hier und mal dort, reiste durch die Welt und landete vor ein paar Jahren in Hamburg, wo er mit einem Freund aus Versehen einen Musikclub namens “Weltbühne” gründete, der dann aber abgerissen wurde. Heute ist er Mitbegründer, Miteigentümer und Programmdirektor des “Uebel & Gefährlich”, das mehrfach zum besten Musikclub Deutschlands gewählt wurde. 2011 wurde er für seinen Debütroman “So was von da” mit dem Silberschweindebütantenpreis der Lit.Cologne ausgezeichnet. 2012 wurde ihm der „Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ verliehen.

“Das knallt gut los.” (Udo Lindenberg)

“So sollte jede Party sein. Ich wäre dabei.” (Heinz Strunk)

Reinhören: www.tinohanekamp.de

Eintritt: 18 Euro VVK  l  22 Euro AK (Tickets online kaufen)