26. Juni l 20.00 Uhr l Scheune
Jutta Hoffmann, Schauspielerin, im Gespräch zu ihrer Künstlerbiografie, herausgegeben vom Filmmuseum Potsdam.
Was uns immer wieder faszinierte, wenn wir Jutta Hoffmann sahen, war ihre Persönlichkeit … Sie zeigte ihr Gesicht, klar, unverstellt, manchmal zornig, manchmal traurig, immer beteiligt. Sie war und ist klug, das gibt ihrer Arbeit eine weitere Dimension. Sie war und ist leidenschaftlich, das ergibt mit der Klugheit eine Mischung, die nicht so häufig vorkommt: Gefühl, frei von Sentiment.
Christa und Gerhard Wolf
Seit ihrem Durchbruch in „Julia lebt“ 1963 ist ihr filigranes, ausdrucksvolles Gesicht präsent, und es prägt auch diesen aufwendig gestalteten Bild-Text-Band: Großformatige Aufnahmen aus allen Phasen ihres Schaffens bis in die Gegenwart zeigen ihre enorme Wandlungsfähigkeit. Jutta Hoffmann selbst spricht über ihre ersten Schritte als Schauspielerin, große Rollen unter Frank Beyer, Hermann Zschoche, Thomas Langhoff, Benno Besson, Einar Schleef und vielen anderen, über faszinierende Kollegen und schwierige Entwicklungen. Auch wichtige Weggefährten kommen zu Wort, darunter Christa und Gerhard Wolf, Volker Braun, Inge Keller und natürlich Egon Günther, mit dem sie ein neues deutsches Gegenwartskino zu kreieren versuchte. Er bringt die Faszination Hoffmann auf den Punkt: „Sie steht da und kann nicht anders. Um einen großen Satz zu wagen: Aus Identifikation und Opposition entsteht ihre Leistung. Ich halte sie für beträchtlich.“
Jutta Hoffmann
Geboren 1941 in Halle (Saale), ist eine der herausragendsten Schauspielerinnen Deutschlands. Sie brilliert auf den Bühnen von Berlin, München und Salzburg und bildete bis 2003 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg den deutschen Nachwuchs aus.
Veranstalter: Literaturhaus Magdeburg e.V.
Eintritt: 10 Euro VVK l 12 Euro AK (Tickets online kaufen)
Dazu: Filmvorführungen „Das Versteck…“ (DEFA, 1978) mit Jutta Hoffmann und Manfred Krug in den Hauptrollen.
…vom 26. bis 28. Juni, jeweils um 18.00 Uhr